VBs persönliche Anmerkungen & Anregungen   

 

 

Die hier zusammengestellten Informationen sind m. W. die weltweit einzig verfügbaren, um FTS interessierten Personen näherzubringen. Es hat einige Mühe gemacht, diese zu sammeln und zu übersetzen (meine spärliche Freizeit mußte dafür nächtens herhalten), wobei ich ganz bewußt versucht habe, die englischsprachige internationale Terminologie "einzuführen". Ich weiß auch, daß der Gebrauch der Ausdrücke "Kill Zone" und "Hit Zone" im Text nicht konsequent verwendet wird, was daran liegt, daß ich die neuesten BFTA-Regeln erst erhielt, nachdem die AAFTA-Regeln übersetzt waren, bei denen ich bewußt die Hit Zone durch die Kill Zone ersetzt hatte. Ich gestehe, daß ich zu faul war, die Hit-Zone durchgängig ins Manuskript zu bringen, obwohl dies mit der "Suchen und Ersetzen-Funktion" meiner Textverarbeitung leicht möglich gewesen wäre. Es kommt jedoch hinzu, daß ich von Berufs wegen genau weiß, daß der "Jagdinstinkt" im Menschen eine ganz natürliche Veranlagung ist (-ich bin kein Jäger-), auch wenn dies in unserer Zivilisation und Kultur durch breite Bevölkerungsschichten verdrängt wird. Die Hit Zone ist unbestreitbar die Kill Zone, und so kommt zu meiner Faulheit ein emotionaler Faktor hinzu. Man sollte die in den U. S. A. erfundene "political correctness" nicht noch auf harmlose Hobbies ausweiten, nur weil der Ausdruck Kill Zone martialisch klingt oder ehrenwerte Tierschutzvereine erregen könnte. Die Stahl- oder Holzziele können garantiert nicht "gequält" werden!

Das Studium der von mir zusammengetragenen Informationen macht sicherlich klar, daß es sich beim FTS um eine außerordentlich dynamische und abwechslungsreiche Schießsportart mit vielen individuellen Variationsmöglichkeiten handelt, die viele Personengruppen ansprechen kann und auch dem Behindertenschießsport interessante neue Aspekte bietet. Es ist daher ausgesprochen bedauerlich, daß es in Deutschand -bedingt durch die gegenwärtige Waffengesetzgebung- nahezu unüberwindbare Hürden gibt, sich einschlägig sportlich zu betätigen. Man muß in diesem Zusammenhang zuerst an "Adaptationen an die gesetzlichen Vorschriften" denken und vorschlagen, die maximale Zieldistanz von 50 m auf 25 m zu verringern, um mit den in unserer Republik frei verkäuflichen Luftgewehren mit 7.5 Joule Mündungsenergie schießen zu können. Man muß dann die Kill Zone adäquat verkleinern, um vergleichbare Bedingungen herzustellen. Doch dies würde allenfalls in einem "deutschnationalen" Field-Target-Schießen resultieren, das die Teilnahme an internationalen Wettbewerben nicht zuläßt (mit einer Ausnahme, die später noch erläutert wird). Unsere "kastrierten" Luftgewehre sind dort nicht konkurrenzfähig, weder zu Trainingszwecken noch zum Wettkampf. Meine eigenen Erfahrungen mit Seitenwind beim Schießen mit 7,5 Joule-Luftgewehren in Norddeutschland ließen mich große Probleme erkennen, die aber auch herausfordern können! Man müßte eine Waffenbesitzkarte für ein 16.3 Joule-Luftgewehr beantragen, um an internationalen FTS-Wetbewerben teilnehmen zu können: Welche Kreispolizeibehörde würde dies als "Bedürfnis" anerkennen??? Und selbst wenn dies gelänge und -ganz futuristisch gedacht- eine "Gelbe Luftgewehr-WBK" für Field Target-Sportschützen realisierbar wäre: wo sollte man adäquate Trainingsplätze finden? Bestimmt nicht leicht in "behördlich zugelassenen Schießstätten". Doch nur dort ist ein solches Training gesetzlich erlaubt. Also: man muß dazu spezielle "über 7,5 Joule-Luftgewehr-Schießstätten" in geeignetem Gelände schaffen. Es wird ein harter Weg sein, dies in Deutschland zu erreichen, nicht zuletzt auch wegen vermeintlicher Blei-Umweltverschmutzung. Ich denke auch, daß ein solches Ziel auch für eine extrem engagierte Einzelperson unerreichbar ist (wie kommt man z. B. auf einen Bundeswehr-Schießplatz??). M. E. ist die einzige Möglichkeit, daß sich ernsthafte Interessenten zuerst in regionalen Gruppen zusammenfinden, um in der o. e. "Adaptation an die gesetzlichen Vorschriften" zunächst einmal einen Einstieg zu suchen. Der zweite Schritt ist dann, auf einem geeigneten "umfriedeten Besitztum, bei dem Vorsorge getroffen ist, daß das Geschoß das Grundstück nicht verlassen kann" einen 25 m-Field Target Schießplatz einzurichten, der dann auch ohne juristische Schwierigkeiten von einem vorher oder nachher zu gründenden Field-Target Club genutzt werden kann. Da gibt es aber juristische Fallen und man sollte das vorher mit der zuständigen Behörde gut abklären! Hierbei entstehen Kosten für Ziele und Sicherheitsmaßnahmen, die nur selten von einer Einzelperson aufgebracht werden können. Daher ist ein engagierter Club, der den Status eines "eingetragenen Vereins" haben sollte, die einzige Möglichkeit zum erfolgreichen Start. Durch überregionale Aktivitäten und Aufklärungsarbeit muß dann ein solches Beispiel Schule machen: nur wenn es mehrere solcher Clubs in Deutschland gibt, kann man Club-, Regional- und schließlich Bundesmeisterschaften (vielleicht kann ich diese dann vom Altersheim aus noch beobachten) stufenweise organisieren. Hierzu wäre dann schließlich eine "German Field Target Association" (GFTA) oder der Anschluß an einen bestehenden Dachverband, der ja jetzt mit dem BDS vorhanden ist, notwendig. Nur so kann man Kreispolizeibehörden demonstrieren, daß man ernsthaft in einer Schießsportdisziplin aktiv ist, wobei man ja nicht gerade laut sagen muß, daß diese auch noch Spaß macht. Ich weiß aus eigener Erfahrung, daß sowohl die AAFTA als auch die BFTA ausgesprochen kooperativ sind. Die AAFTA läßt ausländische Clubs als "associate members" zu, und ich bin sicher, daß dies leicht auch bei der BFTA erreichbar wäre. So ist es möglich, offizielle Teilehmer in deren nationale und internationale Meisterschaften (z. B. die von der BFTA organisierten "Anglo-American Days") zu bringen, deren unausweichbare anfängliche Mißerfolge dann ja vielleicht auch als Argument für adäquate Trainingsmöglichkeiten in Deutschland nützlich sein könnten. In Norwegen (-wo Luftgewehre uneingeschränkt "frei" sind-) gibt es offenbar nur einen einzigen FTS-Club. Dieser "einsame" Club organisiert jährlich einen internationalen Wettkampf als "Postal Competiton", die "Air Mail FT League". D. h. er legt einen Parcours mit den wichtigsten Parametern (Distanzen, Größe der Kill-Zones, Schießposition) fest, der weitgehend den BFTA-Regeln entspricht und versendet ihn an ausländische FTS-Clubs. Diese schießen den Parcours und schicken die Score-Cards per Post zurück. Der gesamte Wettkampf besteht aus 12 Durchgängen pro Jahr, und verspätete (Poststempeldatum) Score Card-Rücksendungen bringen für jeden Tag Verzögerung empfindliche Minuspunkte. Ich wurde mehrfach zur "Postal Competition" eingeladen und habe inzwischen alle notwendigen Unterlagen zum Abruf über Email. Nach meiner Schilderung der "deutschen Hemmnisse" hat man mir angeboten, die 25 m-Distanz mit adäquat verkleinerten Kill Zones zu akzeptieren und gleichberechtigt mit in die Wertung zu nehmen. Doch was deutsche FTS-Aktivitäten betrifft: weitergehende Pläne sind -im Gegensatz zum bisher Gesagten- nur Spekulationen, aber vielleicht hilft hier die irgendwann anstehende "Harmonisierung des Waffenrechts in der EG", wobei unsere deutsche Bundesrepublik allerdings kräftig "mauert". Die Niederlande haben da mehr Einsicht: seit 1. Januar 1997 sind dort alle Luftgewehre ohne Restriktionen frei erhältlich. Allerdings mauern andere auch. Beispiel: man erhält (s. u.) eine deutsche WBK für ein Luftgewehr, das in Großbritannien für jedermann frei käuflich ist. Wer denkt. daß man dann in GB dies einkaufen und dann über Frankreich Belgien und Holland nach Deutschland mit diesem zurückfahren kann, läuft in ganz beachtliche Schwierigkeiten, wenn man dort "erwischt" wird. Um diese Prozedur legal zu gestalten, hat man vergleichbare Schwierigkeiten bzw. Mühen. Hierzu habe ich aber kompetente juristische Informationen, um solche Probleme zu lösen. Diese werden später noch erläutert.

Ohne in Details zu gehen: aus meinem Privat- und Berufsleben weiß ich genau, daß man "Gedanken zu realen Dingen machen kann", wenn man nur engagiert und hartnäckig ist sowie eine geschickte, flexible Strategie mit ausschließlich guten und unangreifbaren Argumenten verfolgt. Warum sollte dies auch nicht für den Field Target-Schießsport in Deutschland gelten? Gute Argumente -auch für Behörden- sind schon jetzt vorhanden, sollten aber sicherlich nicht in einer "Informationsphase" öffentlich diskutiert werden, sondern Teil einer noch auszuarbeitenden gemeinsamen Strategie sein. Ich bin davon überzeugt, daß das FTS auch in Deutschland etabliert werden kann, und daß dieses eine sichere Bereicherung des deutschen Schießsports darstellen wird. Ich habe ja oben bereits ein Szenario grob skizziert, wie dies geschehen könnte, doch hierzu braucht man eine gewisse Anzahl engagierter und geduldiger "Gleichgesinnter", die auch bereit sind, aktiv in die Offensive zu gehen. Ich selbst habe dies -wie bereits exzessiv dargelegt- bereits getan. Ich besitze 3 wunderschöne WBK-pflichtige britische FT-Luftgewehre und mehrere "schlappe" deutsche mit FT-tauglichen Spezialzielfernrohren. Ich schieße auch regelmäßig mit "richtigen Waffen", bin aber kein Mitgled eines deutschen Schützenvereins. Es ist eigentlich unnötig, doch ich merke trotzdem an, daß sich diese Aktivitäten alle in strikt legalem Rahmen bewegen.

Ich weiß daß ich mich wiederhole, doch dies ist gewollt: ich bin sicher, daß, eine engagierte Überzeugungsarbeit mit guten Argumenten erfolgreich sein kann, wenn entsprechende Schießclubs bzw. Vereine existieren und nachweisen, daß sie ernsthaft und erfolgreich arbeiten. Sie werden hierbei keinesfalls den Spaß und die Freude am FTS verlieren. Ich denke, daß es an der Zeit ist, einen Anfang zu machen und -wo und wie auch immer- einen ersten deutschen speziellen Field Target Shooting-Club zu gründen.

Zusätzlich zu den hier vorgelegten allgemeinen Informationen habe ich noch weitere, die für ernsthafte Interessenten (teilweise in dieser Internetseite) zur Verfügung stehen: Anschriftenlisten von allen Clubs und Dachorganisationen in den U.S.A. und in Großbritannien, die Daten aller Field-Target-Wettbewerbe in diesen Ländern im Jahr 1997, Bilder und Beschreibungen von Wettkämpfen und Parcours in den U. S.A. von 1996 bis heute und Händleradressen für Ziele incl. einer Modell- und Preisliste der berühmten britischen "KNOCKOVER TARGETS". Von diesen besitze auch eine repräsentative Auswahl, die durch "Aufstockungsaktionen" inzwischen ausreicht, einen vollen 10 Lane-Parcours mit je 3 Zielen zu bestücken. Außerdem kenne ich alle einschlägigen Internet-Seiten mit vielen "Links". Die AAFTA und die BFTA halten mich zusätzlich mit ihren AAFTA-News und dem BFTA-Newsletter immer aktuell informiert.

Ich lebe im Raum BO, DO, E, WIT, wo man ganz realistisch an die Pacht eines stillgelegten Zechengeländes o. ä. und dessen Adaptation an das Schießen mit den "kastrierten" WBK-freien Luftdruckwaffen nachdenken könnte, wenn da nicht immense Sekundärlasten wären. Außerdem besitze ich -wie eingangs schon angedeutet- ein geeignetes "umfriedetes" (positives Rechtsgutachten inclusive) Gelände im Raum AUR, FRI, WTM, wo meine kleine-feine FTS-Range etabliert ist. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Wenn Sie also durch mein Informationsmaterial "FTS-infiziert" wurden, ist -wie in den Vorbemerkungen schon erwähnt- der logische nächste Schritt, mit mir nochmals Kontakt aufzunehmen, wobei man mir zumindest ein Gefühl dafür vermitteln sollte, mit wem ich es jeweils zu tun habe und wie weitgehend er/sie bereit sein würde, sich einschlägig zu engagieren. Man sollte sich dann einfach -wie bereits vorgeschlagen- irgendwann und irgendwo treffen, ausloten was machbar ist und dann ggf. ohne große Verzögerungen aktiv werden. Meine Ansprechmöglichkeit ist die Email-Adresse der Homepage. Es wäre schön, wenn sich möglichst viele interessierte Personen zusammenfinden würden, die diese Sache "auf die Schiene setzen" könnten! Wenn nicht, dann "kille" ich eben meine stählernen Kaninchen, Elstern, Ratten, Krähen etc. weiterhin allein und gelegentlich zusammen mit Freunden in Großbritannien und in den U.S.A.. Und daraus habe ich dann gelernt, daß ich noch nicht ausreichend routiniert bin, andere Leute für eine "alternative" Schießsport-Sache zu begeistern (bei anderen Themen bin ich da durchaus seit vielen Jahren recht erfolgreich). Weil ich aber lernfähig geblieben bin, probiere ich es jetzt mit einer neuen Strategie. nämlich den Schritt ins Internet, weil ich nur ungern anvisierte Ziele nicht treffe. Ich hatte  keine Ahnung, wie man das macht und habe es eben einfach probiert. Ich habe auch jetzt noch immer nicht viel Ahnung, daher ist der Auftritt auch nicht professionell. Muß er auch nicht sein!

Jetzt erhebt sich sicherlich die verständliche Frage: warum lamentiert der so, wo doch der BDS das FTS als offizielle Disziplin in seine Sportordnung aufgenommen hat???? Weil ich inzwischen aus zahlreichen Mitteilungen erfahren mußte, daß bei uns eingefahrene Vereinsstrukturen existieren (das betrifft nicht nur den BDS!), die es oft schwer machen, neue Schießdisziplinen einzuführen. Das FTS-Engagement des BDS-Präsidiums ist vorbildlich, doch es dauert wohl seine Zeit, bis sich dies in Vereinen niederschlägt. Ich bin zwar meist ein geduldiger Mensch, doch bezüglich FTS geht mir die Entwicklung in unserer BRD einfach zu langsam. Daher verfolge ich jetzt die oben erwähnte neue Strategie: die "Deutsche Luftgewehr-Field Target-Internetseite". Ich möchte abschließend nochmals ausdrücklich betonen, daß ich mit dieser Aktivität garantiert keinerlei kommerzielle Ambitionen verbinde. Alles ist privat, gratis und soll der Sache dienen (die Telefongebühren für das Internet müßt ihr aber selbst bezahlen). In diesem Sinne: wie setzen wir FTS in Germany schneller auf die Schiene? Rückmeldungen erbeten!
 
 

 
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